OBNE Beam Splitter V2: Multiband-Zerre mit „Trereo“
MIDI, Stereo, Presets und mehr!
Knapp drei Jahre nach Version 1 bringt Old Blood Noise Endeavors den „Beam Splitter V2“. Stereo, MIDI und vieles mehr erweitert die Multiband-Zerre, dazu kann das Pedal jetzt „Trereo“.
Beam Splitter: Dreifachzerre mit epischen Sounds
Wir erinnern uns: Der Beam Splitter von OBNE zeigte 2023 mal wieder, wie abgefahren man auch scheinbar recht ausgetretene Pfade wie Verzerrung denken kann. Typisch Old Blood Noise Endeavors. eben. Damals die Idee: drei Verzerrgeschmäcker anteilig mischen, dazu bei zweien per Delays auch noch Flanger-ähnliche Effekte erzeugen.
Das Resultat: epische Wall-of-Sound-Distortion-Sounds, kranke, fast kaputgeclippte Leads und ein Distortion-Spielplatz, auf dem sich Soundtüftler und -tüftlerinnen monatelang austoben konnten. Eins lag damals schon nahe, und das scheint auch einer der Hauptgründe für das schnelle Update gewesen zu sein: Beam Splitter V1 war komplett mono, Beam Splitter V2 macht daraus jetzt Stereo. Oder laut OBNE sogar „Trereo“.
Was ist neu bei Beam Splitter V2?
Schauen wir uns zum Einstieg, nachdem wir uns vom gewohnt vollkommen durchgedrehten Video von OBNE zum Launch erholt haben (mein erster Gedanke: „Das kann KI nicht!“), was sich im Vergleich zu Version 1 bei Beam Splitter V2 verändert hat. Die Grundidee bleibt: dreifache Verzerrung.


Beim ersten Blick fällt auf, dass V2 etwas aufgeräumter wirkt. Wie bisher die drei Verzerrstufen, dazu jetzt drei statt einem Footswitch, die beiden links und in der Mitte zum Wechseln der Presets. Denn ein derart komplexes Pedal schreit eigentlich nach Voreinstellungen, die man einmal findet und dann abspeichert.

Immerhin drei Presets lassen sich auf dem Device abspeichern und direkt abrufen, 127 als MIDI-Presets, die ihr über den MIDI-In oder den USB-C-Anschluss abrufen könnt. Die Regler für die beiden Delays der Zerren links und rechts hat man geschrumpft, ebenso den „Deviate“-Regler, der die Delays zufällig moduliert, dazu ist ein „Spread“ Regler neu dazugekommen. Wir sind jetzt nämlich im Stereoland, oder sogar „Trereo“.
Was ist Trereo?
Das Beam Splitter V2 bringt neben Presets eine ganze Reihe an Signalflussmöglichkeiten mit. Wie bei Version 1 könnt ihr ganz einfach ein Monosignal reinschicken und eins wieder abnehmen, dazwischen schichtet und moduliert ihr die Zerren. Dazu beherrscht V2 das verbreitete Mono-To-Stereo.

Denn je weiter ihr den „Spread“-Regler aufdreht, desto stärker werden die beiden äußeren Zerren im Stereopanorama an die Seiten gepannt, dafür braucht es dann allerdings ein TRS/Y-Splitter-Kabel am Ausgang. Wer das eine Stufe weiterdenkt, wird draufkommen: Das Beam Splitter kann mit einem entsprechenden Kabel am Input dann auch Stereo-to-Stereo.
Und, das ist wohl einmalig auf dem Pedalmarkt, das Pedal beherrscht laut OBNE auch noch „Trereo“. In diesem Fall werden die Signale aller drei Zerren auf einzelne Ausgänge geroutet: 1 und 2 zum TRS-Ausgang, 3 zu Aux. Hält man den On/Off-Button gedrückt und drückt dabei den „Preset“-Button, wechselt man durch die Routings.
Expression und Distortion 3
Das war es aber noch nicht mit den Neuheiten! Außerdem spendiert OBNE dem Pedal einen Expression-Eingang. Hier lassen sich beliebig viele der Parameter im Pedal gleichzeitig mit einem Expressionpedal ansteuern und live ändern für noch abgefahrenere Sounds.
Weil wir es schon bei Version 1 versäumt hatten zum Abschluss noch eine kurze Einordung der drei Zerrgeschmäcker:
- Drive 1: Hard-Clipping/Fuzz. Die brachialste Zerre.
- Drive 2: Overdrive mit Soft und Hard Clipping. Hier sind wir beim Anwärmen und Edge-of-Breakup-
- Drive 3: Transistor Overdrive, überarbeitet in Beam Splitter V2. Diese Zerre reagiert am dynamischsten.
Preis & Verfügbarkeit
Der neue OBNE Beam Splitter V2 kostet 429 € und kann ab sofort bei Thomann in drei Ausführungen bestellt werden: Shadow*, Warm* und Cool*.
Was die Sounds betrifft und die Neuheiten, ist die neue Version ein gewaltiger Schritt nach vorne. Den Preis zu Version 1 aber fast zu verdoppeln und damit die für viele psychologisch wichtige Grenze von 400 Euro zu überschreiten, ist in diesen Zeiten etwas gewagt. Zölle und Bauteilknappheit sei dank.
Infos über das neue Pedal von Old Blood Noise Endeavors
*Hinweis: Dieser Artikel enthält Widgets und Werbelinks, die uns bei der Finanzierung unserer Seite helfen. Keine Sorge: Der Preis für euch bleibt immer gleich! Wenn ihr etwas über diese Links kauft, erhalten wir eine kleine Provision. Danke für eure Unterstützung!