Ursprünglich wurde dieses Ungetüm Mitte des 18. Jahrhunderts für einen französischen Komponisten entwickelt. Es konnte angeblich nur von zwei Personen gleichzeitig zum Erklingen gebracht werden: Einer streicht oder zupft und der Andere greift die Töne am Griffbrett. Damals wurden immerhin drei Modelle gebaut – aber öffentlich erklungen ist es laut Überlieferungen nie.

Jetzt wurde eines der zwei verbliebenen Modelle aus dem Museum geschleppt und für den Soundtrack des Films ‘The Hunger Games’ verwendet. Eine kurze Kostprobe der Aufnahmen und des Spielers findet ihr im folgenden Video. Gespielt wird er sogar von einem Bassisten allein – notfalls eben mit Stuhl, um an die Griffhilfen zu kommen. Allein mit diesen Hintergedanken sollte man sich den Film nochmal antun, um hier mal ein wirklich einzigartiges Instrument bei der Arbeit zu hören.

Während ein handelsüblicher Kontrabass bis 41Hz (für die Notenkenner: E1) herunterkommt, kommt sein monströser Bruder bis 16 HZ (C0) runter. Ab 20 Hz und drunter nennt man es “Infraschall”. Der Mensch hört diesen Bereich nicht direkt, sondern nur in den Obertönen, der Rest wird rein physisch empfunden – etwa im Brustbereich als Vibration oder Druck. Dieser Koloss ist also ein Instrument, das gleich mehrere Sinne stimuliert.

Wer die Klänge ohne Film erleben möchte, dem empfehle ich die Soundtrack CD. Der Oktobass selbst ist nicht käuflich zu erwerben, und ohnehin kosten die Spezialsaiten und der Bogen bestimmt mehrere hundert, wenn nicht gar tausende Euro. Kleiner Tipp: Wenn Ihr eure Yacht oder Eigenheim verkauft, lässt sich eine Spezialanfertigung sicher leicht stemmen. Zur Not kann man bestimmt auch darin wohnen – Klappbett, Couch und Schreibtisch sollten ohne Probleme reinpassen.

  • asdf

    Geil den würd ich gern mal spielne!!

  • Steve

    Einfach nur FETT!!!

  • 33Bit

    und ich hatte mich im Film schon gefragt, wer da die vielen Nebelhörner gespielt hat *scnr*