von claudius | Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Nicht gerade eine typische Optik für ein Interface  ·  Quelle: Arturia

Es ist, wie versprochen, kein Knopf oder Regler doppelt belegt  ·  Quelle: Arturia

Die Verderseite ist sehr aufgeräumt  ·  Quelle: Arturia

Was nicht alles an eine Rückseite passen kann  ·  Quelle: Arturia

Es passt jede Menge ran  ·  Quelle: Arturia

Drei Varianten wird es geben. Space Gray gefällt mir ziemlich gut.  ·  Quelle: Arturia

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Endlich gibt es mehr Informationen zu Arturias groß angekündigtem Audiointerface. Für mich eines der heiß erwarteten Produkte auf der NAMM 2015. Auf den ersten Blick ist es keine Revolution, aber dennoch eine krasse Entwicklung für die Recording-Fraktion.

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Audio Fuse heißt das neue USB-Interface von Arturia. Es bietet auf den ersten Blick tatsächlich so viel, wie noch kein Gerät in der Größenordnung. Es bietet 14 Ein- und Ausgänge, davon zwei XLR-Mikroeingänge mit sehr rauscharmen DiscretePro Preamps. Die AD/DA Wandlung geschieht in 24 Bit und unterstützt eine Samplerate von bis zu 192 kHz.

An der Rückseite sind massig Anschlüsse: Worldclock In und Out als S/PDIF, optische ADAT In und Out, zwei Paar Speaker-Ausgänge als symmetrische Klinke, zwei Klinke-Eingänge, zwei weitere Inserts, MIDI In und Out (nicht als typischer MIDI-Anschluss), zwei Phonoeingänge, drei USB/MIDI-Anschlüsse, ein GND-In,ein Mini-USB für den Anschluss an PC, Mac, iOS oder Android Device und ein Stromanschluss.

Die Vorderseite ist weitaus übersichtlicher gestaltet. Zwei XLR/Klinke-Eingänge und zwei Kopfhörerausgänge, je als große und kleine Klinke vorhanden. Hier wurde vor allem an die Musiker und mobilen Recorder gedacht, dass man einfach mal schnell Gitarre oder Mikro einstecken kann, ohne lange auf der Hinterseite suchen zu müssen. Da war vermutlich auch kein Platz mehr. ;)

Auf der Oberseite befinden sinch alle Bedienelemente, angeschrägt und somit auch als Schreibtisch-Gerät super einsetzbar. Zentral der Output-Level-Regler inkl. LED-Kranz für die Pegelanzeige. Darunter kann man durch eine LED sehen, ob gerade Speaker A oder B (pro Kanal) aktiv sind. Es ist also möglich, den linken und den rechten Kanal ohne PC-Software auf verschiedene Boxen zu routen. Dazwischen befinden sich die Knöpfe: Mono, Dim (zum dimmen der LEDs) und Mute.

Passend zu den XLR-Eingängen sind oben an den Seiten die Regler angebracht. Jeweils Knöpfe für 48 Volt Phantomspannung, Phaseninvertierung, ein 20 dB (PAD) und INST, womit man zwischen XLR- und Linesignal hin und her schalten kann. Zu guter Letzt noch ein schöner, großer Regler für das Gain.

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Darunter befindet sich sich die Steuerung für die angeschlossenen Kopfhörer (Phones). Diese sind jeweils auf Monosignal umschaltbar und können neben dem Mastersignal auf das Monitor-Signal des jeweiligen Kanals zugewiesen bekommen. Zwischen den Reglern ist noch ganz unscheinbar ein Talkback-Knopf angebracht. Ob das darüber ein integriertes Mikro oder eine LED ist, könnte ich nicht in Erfahrung bringen.

Ganz oben sind neben dem Logo noch der On/Off-Switch und der obligatorische Regler, mit dem man zwischen Direkt- und Computersignal hin und herschalten kann.

Lustig finde ich die Idee, dass man zum Interface eine Abdeckung dazuerhält, dass es eher nach einem sehr hohen Mac Mini oder einer Brotdose aussieht. Dafür gibt es gleich drei verschiedene Farben: Classic Silver, Space Gray und Dark Black.

Ich bin ehrlich gesagt ziemlich begeistert von dem Audio Fuse Interface, auch wenn Arturia angekündigt hat, dass Kabelsalat nicht aufkommen wird – definitiv keine wahre Ankündigung bei den ganzen Anschlüssen. Macht aber nichts. Allein die Möglichkeiten mit diesem kleinen Kasten sind Wahnsinn. Wenn Arturia jetzt nicht den Treiber für die Computer verkorkst (was ich nicht annehme), dann bin ich definitiv ein Vorbesteller der ersten Minute.

Wann es genau zu den Händlern ausgeliefert wird, steht aktuell noch in den Sternen. Ebenso wie der Preis.

UPDATE: Über dem Talkback-Knopf ist wirklich ein integriertes Mikro und keine Indikator-LED. Top.

UPDATE: Mir wurde gerade gesteckt, dass das Interface noch im Frühling in die Läden kommen soll – für 549 Euro UVP.

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10 Antworten zu “NAMM 2015: Arturia Audio Fuse – Next Generation Audiointerface”

    nice sagt:
    0

    Nice!

    Scott Becker sagt:
    0

    Laut Artikel (mit Pressemitteilung des Herstellers) hier
    http://www.sonicstate.com/news/2015/01/22/namm-2015-arturia-unveils-audiofuse/
    handelt es sich doch um ein Talkback-Mikrofon über dem Talkback-Knopf
    :-)
    Wenn die Audioqualität (und die Treiberstabilität) mit den
    Features mithalten kann, werde ich mich ärgern, dass ich mir gerade eine
    RME Babyface zugelegt habe…

      gearnews sagt:
      0

      Ah, das hatte ich anscheinend überlesen. Danke, wird gleich nachgetragen.

      Btw: Das Babyface ist doch auch ein sehr gutes Interface. :)

    asdf sagt:
    0

    Erinnert mich irgendwie an ein altes Radio xD

    skonto sagt:
    0

    Was soll denn das für ein nicht typischer MIDI-Anschluss sein, was für ein Stecker ist das denn?

      gearnews sagt:
      0

      Es ist nicht der übliche große Standard-Anschluss, sondern eine Art Klinke, die adaptiert werden muss. (Es geht um MIDI IN und OUT auf der Rückseite links oben)

        skonto sagt:
        0

        Ja, die meine ich, mmh also Adapter, na gut. Ich sehe gerade dass der neue Beatstep Pro die auch hat. Hoch lebe die Adapterindustrie (aber bei der Bauhöhe geht das wohl nicht anders)

    yobär sagt:
    0

    bin begeistert, obwohl hier gestern erst ein SPL Crimson angekommen ist… der nimmt viermal mehr Fläche ein @)
    Eins verstehe ich bei den ganzen „modernen“ Audio Interfaces nicht: es gibt ja genügend Monitorboxenmit SPDIF Eingang. Einige davon wandeln dass Signal auch nicht weiter, sondern machen alles über DSPs intern (Ausser die PWM zu den Membranen). Warum behandeln alle Interface Hersteller die Digitalausgänge so stiefmütterlich? Soll heißen, man kann zwar darüber in diese Monitore mit den SPDIF Eingängen, aber die meisten Routing Features oder sogar die Lautstärkeregelung fallen dann weg. Finde ich mies, sonst heißt es immer unnötige „Wandlungen sparen“…

    SteveFromBerlin sagt:
    0

    „Frühling 2015“ LOL
    Solche Scharfmacher sollten verboten werden, wenn sie nicht innerhalb von sechs Monaten abliefern! Auf der Messe öffentlich angezählt gehört das!

      gearnews sagt:
      0

      Ich hatte letztens auch mal wieder darüber nachgedacht und mal direkt nachgehakt. Es gab wohl Probleme und wurde deswegen mehrmals verzögert. Neuer Termin ist wohl aber noch dieses Jahr.

      Aber lieber so, als ein kaputtes Interface. Der Ruf ist von einem echt miesen Produkt schneller kaputt als von einem verzögerten Start.

      Ich bin eher gespannt, ob das wirklich NextGen wird…wenn es denn mal wird.

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