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Behringer PPG Wave

Behringer PPG Wave  ·  Quelle: Behringer

Behringer PPG Wave – er wird die nächsten Monate Wirklichkeit.

Behringer schuldet quasi der Welt die polyphonen Klassiker, die sie schon länger angekündigt haben. Sie scheinen schon deutlich länger in der Entwicklung zu sein als die jeweiligen monophonen und modularen Klassiker. Während UB-Xa und DS-80 auf sich warten lassen kündigte Behringer bereits ein Rendering an. Das wurde nachdem sie als Ratespiel einen Rohbau des PPG Wave gepostet haben jetzt mit dem Bild klar: Sie bauen einen sehr schlanken und dennoch sehr am Original orientierten Wave 2.2 bzw Wave 2.3.

Neu an Bord: Hermann Seib

Behringer haben Hermann Seib rekrutieren können, er ist als PPG-Enthusiast schon sehr sehr lange bekannt. Er hat sogar ein Waveterm-Tool namens Waveterm C gebaut, welches dem Original selbsterstellte Waves und Tables einflößen kann. Außerdem gibt es VST-Hosts von ihm, wenn auch alles streng Windows-basiert. Damit ist ein sehr kompetenter Partner gefunden, der vermutlich einfach aus Spaß bei dem Projekt mitmachen wird. Im Sequencer-Forum sagt er „Einen ebenbürtigen Nachfolger zu erstellen – Das war für mich der Hauptgrund, die Sache anzugehen. Das Gerät kommt, so oder so – und dann kann es doch gleich so gut wie möglich werden, nicht? Ich denke, ich kann etwas dazu beitragen. Ich versuch’s zumindest“. Weiter unten führt er fort: „Wolfgang (Palm) weiß davon und hat keine Einwände geäußert; das wäre für mich ein triftiger Grund gewesen, die Sache nicht anzugehen.“

Waveterm?

Diese Geräte waren in der Lage mittels Waveterm Wavetables zu erstellen und abzuspielen sowie einfache kurze Samples in die Klangerzeugung zu bringen. Das alles ist technisch heute nicht mehr so aufwendig, auch der Editor nicht. Vermutlich wird man das heute mit Software tun oder mit einem einfachen kleinen Gerät oder Tablet. Waveterm ist ein Monitor mit Laufwerken und war eigentlich ein Computer für die Berechnungen und Anzeige der additiven Anteile und deren resultierende Grafiken. Mit Hermann Seib wird dieses Projekt vollständig umsetzbar sein können.

Wavetables

Der eigentliche Wave (das Gerät) enthält eine recht klassische Klangerzeugung mit Oszillatoren, die durch 60 Waves hindurchfahren können. Sie sind in Wavetables enthalten und sind genau ein Wellendurchlauf pro Wellenform. Dieses Verfahren ist damals sehr speichersparend gewesen und war auch eine Methode, um die Synthese zu vereinfachen. Während der Vorvater Wavecomputer 360 noch keine Filter hatte, so bot schon der Wave 2.0 Filter an und ADSR Hüllkurven und natürlich auch einen LFO, um durch diese hindurchzugleiten. Die Nachfolger waren nur noch etwas weiter entwickelt.

Behringer PPG ? BBG?

Es ist erstaunlich, wie das auch rechtlich machbar ist. Es scheint keine Rechte mehr für PPG oder Wave zu geben. Auch wenn Wolfgang Palm seine Arbeit nicht mehr weiter führt, so ist dies eigentlich interessant, dass „Palm Products Germany“ eine neue Marke sein kann. Das geht aber genau so wie auch schon mit dem Wasp Deluxe Logo, es ist sicherlich schlicht abgelaufen. Aber es ist BBG – nicht PPG.

Wann er kommt und was wer kostet weiss niemand – er ist aber der erste digitale Synthesizer, der allerdings einen beträchtlichen Teil analog bearbeitet. Die Filter stammen aus den berühmten Chips und sind analog. Die Oszillatoren sind digital. Vielleicht kommt tatsächlich mal ein DX-7, bzw. BX-7?

Für Sachsen hat man sich wohl den Kosenamen BBG ausgesucht. Bulli Behringer Germany? Wir werden es noch erfahren, für was das steht.

 

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7 Antworten zu “Behringers PPG Wave („BBG“) mit Hilfe von Hermann Seib”

  1. Raydel Castro sagt:

    „Er wird die nächsten Monate Wirklichkeit.“
    Woher bezieht Ihr diese Info, eher Annahme?

    Wie lange ist es her, dass der MonoPoly vorgestellt wurde? Die RD-6? Der UB-XA?

    Ich tippe auf Minimum 12 Monate bis zur Release-Ankündigung per FB, dann 3-6 Monate bis in DE verfügbar.

  2. Raydel Castro sagt:

    „Verstehe dieses Getue nicht, reiner Neid auf Nichts, Bashing in Reinform“

    Häng Dich bitte nicht so aus dem Fenster, das ist lächerlich. Die RD-6 hatte, logischerweise, Logistik- u. bestimmt noch andere Schwierigkeiten zu bewältigen.

    Es ging nicht um Bashing, ich selber hätte jedoch, und deshalb die Beispiele, nicht geschrieben „Er wird die nächsten Monate Wirklichkeit“, wenn noch klar Entwicklung nötig ist. Mal davon abgesehen, dass es bei B-Unerfahrenen und Schnelllesern zu oft eine Erwartungshaltung weckt.

    Auslegungssache, aber für „die nächsten“ werden oft ~3 angenommen.

  3. Raydel Castro sagt:

    PS: Das schöne an unserer Sprache ist doch, dass diese eine sehr feingranulare und zielgerichtete Ausdrucksweise ermöglicht – nutzen wir diese! Das Englische ebenfalls, leider hat nur kaum noch jemand dessen Feinheiten gemeistert; durch die weltweite Verbreitung ist gegenteilig sehr stark eine Verplattung eingetreten.

    Lesenswert in diesem Zusammenhang auch das Thema „high-context culture and low-context culture“. Im Netz geht es sowieso eher um low-context.

  4. Schubidu sagt:

    Pozac die Lösung aller Ungeduld.
    Vielleicht noch eine Fehlinterpretation von Pinocchio und der Tag ist perfekt

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