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Das von Tom Oberheim sehr bekannte SEM Module, was heute unter dem Namen Tom Oberheim verkauft wird, gibt es nun unter dem Namen Marion Systems als Eurorack-Version: SEM Plus.

In Tom Oberheims Geschichte, verlor er seinen Namen an die Firma Gibson. Diese bauten dann später noch die Matrix Serie weiter und verkauften den Namen an die italienische Firma Viscount. Tom gründete Marion Systems und baute Geräte, die an die Matrix Serie erinnerten, jedoch etwas anders gedacht waren. Sie waren alsProSynth und MSR2 bekannt. Sie glichen am meisten dem Matrix 6 in einer Höheneinheit. Dies ist wörtlich zu verstehen, denn man konnte ihn auch am Gerät editieren.

Das vorgestellte Modul wird in der von Tom bekannten modularisierten Form aber in anderer verkleinerter Form angeboten, damit es in die Eurorack-Rahmen passt. Es hat prinzipiell die gleichen Eckdaten zu bieten. Zwei Oszillatoren mit Pulsbreitenmodulation-Rechteck oder Sägezahn werden durch ein 12 dB / Oktave Multimode-Filter bearbeitet. Dieses kann man fließend von Tief- bis Hochpass einstellen und im Bandpass-Modus entsprechend genau so überblenden, um die Bandbreite einzustellen. Der Klang dieses Moduls ist als extrem seidig und weich bekannt und wird auf der NAMM erstmalig vorgestellt werden.

Weshalb man den Marion Systems Namen wählte und nicht Tom Oberheim ist nicht bekannt. Ebenso der Preis – vermutlich wird dieser nicht all zu gering sein.
Interessant daran ist, dass es auf der NAMM 2015 breits eine funktionierende aber komplett anders designte Version des SEM dieser Idee gab, es gab sogar noch mehr Module aus der Serie und trug Tom Oberheims Namen.

Es gibt auch Spekulation, dass DSI für Tom Oberheim bauen könnte und der neue DSI Synth damit zu tun haben könnte. Vielleicht erklärt sich damit auch das Namenskarussell? Oberheim, Buchla und Linn sind oft in Gesprächsrunden zusammen, es ist daher einiges denkbar.