/ | Dave Smith Synth Pro 4x

Über ein kleines Video in Instagram wurde ein Synthesizer von Dave Smith Instruments gesichtet, der laut dem daneben stehenden Text auf der NAMM vorgestellt werden wird.

Mehr als die Bilder gibt es noch nicht, aber es ähnelt optisch schon einmal dem Pro 2. Anzunehmen ist jedoch, dass Dave Smith einen Synthesizer mit maximal vier Stimmen als Nachfolger des Mopho vorstellen wird. Die Mopho-Serie ist schon einige Zeit offiziell abgekündigt. Da es einen luxuriösen Monophonen (Pro 2) und zwei Polyphone mit verschiedenen Schwerpunkten gibt (fett, einfach: Prophet 6; vielseitig, viele Stimmen, : Prophet 12) liegt nahe, dass man sich dem Zwischenraum nähern könnte.

Die Entwicklung des Prophet 6 war im Wesentlichen durch die neuen Oszillatoren geprägt. Sie klingen, wie bereits erwähnt, etwas voller und fetter als die des Prophet 12, weshalb es sich wohl um einen vollanalogen Synthesizer handeln wird. Wohl aber mit einigen speziellen Zugaben, die ihn ausreichend vom Pro 2 und Prophet 6 unterscheiden werden. Es handelt sich offensichtlich um einen kompakteren Synth mit weniger als 5 Oktaven Umfang und damit wohl mehr um einen Live-Synthesizer mit viel Aufwand. Er könnte den Poly-Sequencer und die analogen Oszillatoren des Prophet 6 enthalten oder ein Filter des Pro. Vielleicht auch eine direkte Oberfläche, auf der keinerlei versteckte Funktionen mehr zu finden sind.

Das entspricht genau dem Erfolgskonzept des Prophet 6, der trotz des stolzen Preises sehr viele Interessenten anspricht. So etwas mit vier Stimmen, sehr überzeugendem Sound und bewusst weniger Modulationsquellen, die jeweils eigene Bedienelemente haben, könnte einen „Pro 4x“ bilden. Das Format scheint wuchtiger, dennoch im Gesamten schmaler als die anderen, was für eine ausgedehnte Bedienidee steht. Der Pro 4 wäre nicht vierfach paraphonisch, sondern vollständig polyphon. Das wäre ein guter Konkurrent im preislich leicht höheren Segment zum Korg Minilogue. Es gibt noch immer zu wenige Synthesizer, die genau das abdecken: fett klingende analoge mehrstimmige Synthesizer für wenig Geld. Mehr dann hoffentlich auf der NAMM.

Möglicherweise produziert DSI auch für Tom Oberheim, auch hierzu gibt es Spekulationen.